Der Ehrw. Zen-Meister Y. S. Seong Do hat mehr als dreißig Jahre das Seon (jap.: Zen) der Patriarchen praktiziert. Er verbrachte viele Jahre in eremitischer Praxis, indem er in der Tiefe der koreanischen Berge von einer abgelegenen Einsiedelei zur nächsten zog.
Vor dreißig Jahren durchbrach er erfolgreich das Gongan (jap.: Koan) der Patriarchen und erhielt so die Dharma-Übertragung von Groß-Zen-Meister Hye Am Seon Sa, einem Dharma-Schüler des berühmten Zen-Meisters Man Gong Seon Sa, des ehrwürdigsten Zen-Meisters der neueren koreanischen Geschichte.
Seit 1970 hat Zen-Meister Young San Seong Do Snim in Korea und im Ausland maßgeblich dazu beigetragen, dem koreanischen Seon-Buddhismus wieder eine stärkere gesellschaftliche Breitenwirkung zu verleihen (Alltags-Seon, Seon für Jedermann), indem er öffentliche Veranstaltungen und Vorträge abhielt und seine Gedanken über die Medien verbreitete.
Er hat viele Menschen, Mönche wie Laien, inspiriert, die auf diese Weise ernsthafte Seon-Praktizierende wurden.
Nachdem er in dieser Zeit im koreanischen Seon-Tempel Seon Hak Won lebte, kam er 1998 nach Berlin und gründete den "International Zen Temple" als religiösen Verein nach deutschem Recht.
Heute ist er Abt des International Zen Temple und gibt denen, die sich für den Gongan-Seon-Buddhismus interessieren, ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit, Religion und kulturellen Herkunft, Anleitung und Unterweisungen über die Seon-Methode.