Die drei- oder zehntägige Meditationspraxis bietet die Gelegenheit Zen auf traditionelle Weise zu praktizieren, so wies sie von den chinesischen und koreanischen Zen-Meister entwickelt wurde und wie sie seit von hunderten von Jahren praktiziert wird.
Fernab von den Ablenkungen des weltlichen Lebens, lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Retreat mit dem Koan (kor. Gongan) zu praktizieren. Insbesondere diese andauernden Anstrengung wie sie während der 10-tägigen Intensivpraxis möglich ist, erlaubt es der Gongan-Methode seinen machtvolle Wirkung zu entfalten.
Durch die starke Präsenz des ehrw. Zen-Meisters Seong Do werden die Teilnehmenden begleitet und angeleitet. Kern dieser Anleitung sind Dharmareden über den Buddha-Dharma, genaue Anweisungen die Meditationspraxis betreffend, sowie persönliche Belehrung bzw. Begleitung jedes Teilnehmenden, die darin beseht in richtiger Weise mit dem Koan zu praktizieren.
Buddha hat gesagt: „Alles Leiden entsteht in uns selbst, in unserem Geist. “ Um dem Leiden zu entkommen, müssen wir unseren Geist sehen. Nur so können wir ihn kontrollieren und damit die Ursache des Leidens abschneiden. Die Zen-Praxis ist ein Weg, um unseren wahren Geist zu sehen. In der koreanischen Zen-Praxis (Seon) wird mit Koans (Gongans) gearbeitet. Koan bedeutet zweifelnde Frage. Eine Frage, die sich genau auf den Fragenden selbst richtet: „Wer bin ich?“ Indem wir unseren Geist von Augenblick zu Augenblick in dieser Frage sammeln, können wir alle anderen Gedanken loslassen und so unser wahres Selbst erkennen.
Die Konzentration auf das Koan wird durch die Intensiv-Meditation im International Zen-Temple auf besondere Weise gefördert. Hierzu tragen die Anleitungen des Zen-Meisters ebenso wie das Schweigen während der gesamten Intensiv-Meditation bei. Ruhe, Klarheit und Kraft prägen die Atmosphäre und ermöglichen es, sich von den Gedanken des Alltags zu befreien.
Die Intensiv-Meditation ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserer wahren Natur. Sie eignet sich auch für Menschen, die noch keine Erfahrung mit der Zen-Praxis haben. Anfängerinnen und Anfänger können außerdem einzelne Sitzperioden aussetzen und sich ausruhen.

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Baru Ritual |
Meditation |
Gehmeditation |
Tagesablauf
Früh um 4 Uhr werden die Teilnehmer durch das Schlagen des Mogtaks geweckt. Es folgt um 4:30 Uhr die Rezitation zur Glockeanschließend sammeln wir uns im Dharmaraum zur Verehrung des Buddha. Danach beginnt das wohlstrukturierte Tagesprogramm mit je zwei 40-minütigen Sitzperioden und Gehmeditation.
In den Tagesablauf eingebettet sind drei Mahlzeiten mit traditionellem Ablauf (Baru-Ritual), nach denen es jeweis eine kurze Pause gibt. Um elf Uhr beginnt die Arbeitsmeditation, in der wir den Tempel reinigen, oder in den Außenanlagen arbeiten.
Nach der Mittagspause hält der Ehrw. Zen-Meister eine Dharma-Rede. Darauf folgt das Ritual der 108 Niederwerfungen, gefolgt von zwei Sitzperioden. Um 17 Uhr findet die Verehrung des Buddha, anschließend eine Zeremonie statt. Die letzte Meditationsperiode beginnt ab 20 Uhr und umfasst zwei Sitzperioden, die von der 10-minütigen Gehmeditation unterbrochen werden. Ab 22 Uhr beginnt die Nachtruhe.
Während der Dauer der Gesamten Internsivpraxis gilt striktes Schweigegebot.