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Su Ge Shick – Die Zeremonie der fünf Gebote
Die fünf Gebote annehmen:
Wie jedes Jahr begehen wir gemeinsam mit Buddhisten in aller Welt am 8. Tag des vierten Monats nach dem Mondkalender den Geburtstag Buddhas, der sich in diesem Jahr zum 2555. Male jährt.

An diesem hohen Fest findet traditionell auch die Zeremonie zum Empfang der fünf buddhistischen Gebote (Su-Ge-Schick) statt. Es ist dieses Jahr bereits das zwölfte Mal, dass diese besondere Feier im International Zen-Temple in Berlin unter der Anleitung des Ehrw. Zen-Meisters Young San Seong Do zelebriert wird.

Tagesablauf
PDF der Zeremonie



Su-Ge Shick – Die Zeremonie der Fünf Gebote


1. Der Lehrer besteigt das Dharma-Pult

Die Empfangenden machen drei Niederwerfungen und rezitieren die folgende Strophe zur Bitte um Dharma-Rede:

„Möge uns der große Lehrer, zum Wohlergehen aller fühlenden Wesen, die bestrebt sind Buddhas tiefgreifende Lehre zu hören, den Buddha-Dharma umfassend darlegen.“

2. Zufluchtnahme zu den drei Juwelen

Die Empfangenden verbeugen sich und machen drei Niederwerfungen vor dem Lehrer der Gebote Mit zusammengelegten Handflächen stehen die Empfangenden vor Buddha und dem Lehrer der Gebote und sprechen dem Lehrer (auf deutsch) das folgende Bekenntnis nach:

„Ich entsage der Begierde, der Wut und den Täuschungen, die meiner Zen-Praxis schaden, und nehme Zuflucht zur großartigen Lehre des Buddha. Ich wünsche, dass alle fühlenden Wesen der drei Welten in des Reich des Ungeschaffenen eintreten mögen.“

3. Gelöbnis der Empfangenden richtige Buddhisten zu werden

Nachdem sie vor den bedeutenden Lehrern der Vergangenheit , vor ihrem Land und vor ihren Eltern drei Niederwerfungen vollzogen haben, stehen die Empfangenden mit zusammengelegten Handflächen und sprechen dem Lehrer das folgende Bekenntnis nach:

„Indem ich alle Täuschungen und Leidenschaften und das Verlangen, das aus Liebe entsteht, abschneide gelobe ich mir vor den bedeutenden Lehrern der Vergangenheit, vor meinem Land und meinen Eltern: Als Vorläufer werde ich im Geist von Mitgefühl und großer Gnade alle fühlenden Wesen dieses Universums erretten.“

4. Empfang des buddhistischen Namens

Die Empfänger eines buddhistischen Namens machen drei Niederwerfungen vor dem Lehrer der Gebote und sprechen mit zusammengelegten Handflächen dem Lehrer das folgende Bekenntnis nach:

„Durch mein heutiges Empfangen eines Buddha-Namens zur Befreiung, werde ich die drei Juwelen vertrauensvoll und mit innerer Kraft behüten. Gleichzeitig mit allen Wesen werde ich die Buddhaschaft erreichen, indem ich den Weg der Bodhisattvas ausübe für immer und ewig.“

5. Anrufung der sechs großartigen Lehrer

Fürbitte an die sechs großartigen Lehrer haltend sprechen die Empfangenden dem Lehrer der Gebote die folgenden Sätze nach:

  • „Ich rufe Shakyamuni Buddha und bringe meine Ehrerbietung für Hwa Sang A Sa Ri dar.“
  • „Ich rufe Manjushri, den Bodhisattva der Weisheit und bringe meine Ehrerbietung für Gal Ma A Sa Ri dar.“
  • „Ich rufe Maitreya, den Buddha der Zukunft und bringe meine Ehrerbietung für Kyo Su A Sa Ri dar.“
  • „Ich rufe alle Tathagatas der zehn Richtungen und bringe meine Ehrerbietung für Dscheung Gye A Sa Ri dar.“
  • „Ich rufe alle Bodhisattvas der zehn Richtungen und bringe meine Ehrerbietung für Dong Han Ban Ju Dschung dar.“
  • „Ich rufe alle Himmel und bringe meine Ehrerbietung für Ong Ho Dschang Eum Dschung dar.“

6. Erneutes Gelöbnis ein richtiger Buddhist zu werden

Die Empfangenden verbeugen sich drei Mal und sprechen dem Lehrer der Gebote das folgende Bekenntnis nach:

„Bis zum Ende meines Weilens im Samsara werde ich zum Buddha Zuflucht nehmen, zum Dharma Zuflucht nehmen und zur Sangha Zuflucht nehmen. Ich werde die fünf Gebote in freudiger Bereitschaft annehmen, und indem ich die drei Juwelen behüte und den Weg der Erleuchtung verwirklichen.“

7. Empfang der fünf Gebote und Dharma-Rede

Die Anwärter empfangen die fünf Gebote stehend und mit Verbeugungen.
Während der Dharma-Rede des Lehrers der Gebote sitzen die Empfangenden im Diamant-Sitz.

8. Verbrennen des Moxa

Während den Empfangenden im Sitzen Moxa auf dem Arm verbrannt wird, rezitieren sie gemeinsam: „Shakyamuni Bull“
  

9. Übergabe der Urkunde der Gebote mit dem buddhistischen Namen

s folgt die Übergabe der Urkunde der fünf Gebote an die Empfangenden.
Die Empfangenden stehen auf und rezitieren gemeinsam:

„Ich werde meine Gebote einhalten indem ich mich vollständig dem Erreichen der Buddhaschaft widme und fortfahre meinen Geist zu kultivieren und alle fühlenden Wesen in allen zehn Richtungen der Welt errette.“

10. Abschluss der Zeremonie

Die Empfangenden machen voreinander eine Verbeugung. Dann wenden sie sich zu den anderen Anwesenden um und machen vor diesen eine Verbeugung zur Bekräftigung, dass sie ihre eigenen Gebote halten werden. Dies sollte in dem Bewusstsein geschehen, von nun an als „neuer Mensch“ zu leben. Zum Abschluss verbeugen sich alle vor Buddha.



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