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Zen-Buddhismus
Zen bedeutet, den klaren Geist zu sehen



Zen, Zen, Zen...

selbst wenn Du dies einen ganzen Tag lang sagst, ist das nicht Zen.

Wenn du wirklich und auf der Stelle wissen möchtest was Zen ist, dann solltest du selbst den Gedanken an Zen aufgeben und deinen Geist klar halten, indem du an deinem Koan festhältst.

Ein bedeutender Lehrer sagte:
“In aller Stille Richtung Norden sitzend, solltest du mit einer Frage die südliche Richtung erblicken.

Wenn dem so ist, kannst du die Botschaft des wahren Menschen ohne Körper begreifen, der hier sitzt.”

Bildlich gesprochen ist das Zen-Reich wie der leere Himmel ohne den Hauch einer Wolke. Wenn du aber einen einzigen Gedanken an den Himmel in dir aufkommen lässt, dann befindest du dich nicht mehr in richtiger Weise in der Zen-Welt.

Ich frage dich: “Wo kommt der leere Himmel her und wer erzeugt ihn?”

Das Zen-Reich ist nichts anderes als die Welt des reinen Geistes, die alle fühlenden Wesen kultivieren und erlangen sollten. Wenn du im Zen-Reich leben möchtest, dann möchte ich dich dazu ermahnen, zehntausend Jahre lang geradewegs zu dem Ort zu gehen, der weder Himmel noch Erde ist. Und noch einmal: wenn du in eben diesem Moment andere Gedanken aufkommen lässt oder Bewegung in deine Ruhe bringst, dann wirst du auf der Stelle zur Hölle fahren. Warum? Weil genau der Moment deiner Bewegung bereits verfehlt ist. Deshalb solltest du, indem du Tag und Nacht einzig und allein still sitzt (nicht mit dem Körper, sondern im Sinne des Koan-Geistes), dein wahres Gesicht reflektieren und in Bewegungslosigkeit verharren. Wenn dem so ist, solltest du dich im Zustand wahrer Armut, in dem alles verschwindet, befinden. Im Wesentlichen ist unsere tatsächliche Existenz nichts als ein Licht reinen Geistes ohne jeglichen Besitz. Dies bedeutet, dass das Licht des reinen Geistes die höchste Seligkeit ist. Dennoch solltest du wissen, dass sogar dieses Licht selbst ein Trugschluss ist.

Daher sagte ein bedeutender Lehrer:
“Meine Armut des letzten Jahres war keine wahre Armut. Dieses Jahr ist es wahrhaft Armut.
In der Armut des letzten Jahres gab es nicht genug Platz um eine Ahle zu stecken.
In der Armut dieses Jahres gibt es nicht einmal eine Ahle.”

Wer auch immer den oben stehenden Strophe verwirklicht, wird den Weg erreichen können, auf dem ein Mensch ohne Zunge sprechen und ohne Arme eine Faust ballen kann.

Siehst du jetzt einen solchen Menschen? Wenn dies wirklich so ist, dann müsstest du jemand sein der im Zen-Reich lebt.

A-k! (stößt den Hal-Schrei aus)

Leg alles nieder!
Halte einzig und allein dein Koan und gehe zehntausend Jahre lang geradewegs.



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